13. Dezember 2017 13 / Ein Wunsch von Oxfam

31 Tage / 31 Wünsche: Wir haben mit Caroline König, Sabine Gernemann und Franziska Hartmann von Oxfam Deutschland über ihren Arbeitsalltag gesprochen und gefragt, was sie sich für unsere Gesellschaft wünschen.

Vom 1. bis 31. Dezember werden wir Euch auf Musik Bewegt jeden Tag Menschen vorstellen, die einen besonderen Wunsch für unsere Gesellschaft haben. Alle Wünsche eint die Hoffnung, dass wir gemeinsam unser Zusammenleben positiver gestalten. Engagieren, Aufstehen, Bewegen – jeder kann schon im Kleinen eine Veränderung zum Positiven anstoßen.

Sabine, Caroline und Franziska von OXFAM:

«Wir wünschen uns Mehr Mut! WIR GLAUBEN, DASS DER WUNSCH, ANDEREN GUTES ZU TUN und solidarisch füreinander einzustehen in uns allen angelegt ist.» 

 

Was würde auf Eurem Wunschzettel für unsere Gesellschaft stehen, damit sie ein kleines bisschen besser wird?

Oxfam: Mehr Mut! Wir glauben, dass der Wunsch, anderen Gutes zu tun und solidarisch füreinander einzustehen, in uns allen angelegt ist. Aber wir trauen uns oft nicht, danach zu handeln. Das merken wir auch an den Menschen, die erst zögern, bei unseren Aktionen mitzumachen. „Bringt das überhaupt was?“, „Wir können doch eh nichts ändern, oder?“, hören wir immer wieder. Dabei zählt jede liebevolle Tat, jedes stärkende Wort. Und sobald der erste, noch so kleine Schritt getan ist, fühlt es sich toll an und ein wohliges Gefühl macht sich breit.

Die Meisten wollen dann mehr. Deshalb: einfach machen! Es tut nicht weh, versprochen. Durch Nichtstun hat sich schließlich noch nie etwas verändert.

Erzählt uns von dem schönsten Moment des letzten Jahres auf Eurer Arbeit ? 

Oxfam: Wir bei Oxfam on tour arbeiten viel mit unermüdlichen Ehrenamtlichen und mit wahnsinnig engagierten Künstler*innen auf deren Konzerten zusammen. Dadurch ergeben sich unzählige Momente, in denen wir wirklich dankbar für unseren Job sind.

Letzten Monat war unsere Partnerorganisation aus Südafrika zu Besuch, die Frauenrechtsorganisation WOMEN ON FARMS PROJECT (WFP). Drei engagierte Frauen aus der Organisation haben uns erzählt, was es für sie und ihre Mitstreiterinnen vor Ort bedeutet, zu wissen, dass sich hier in Deutschland Hunderte Volunteers, Fernsehkoch Ole Plogstedt und Musiker wie Die Toten Hosen für ihr Anliegen starkmachen – Faire Arbeitsbedingungen und menschenwürdige Arbeit.

Mal ganz zu schweigen von den Tausenden, die die Kampagne auf Konzerten, Festivals und online unterstützen und so die internationale Solidarität weiter festigen. Diese enge Verbindung zwischen den Menschen dort und hier herstellen zu können, ihnen den Rücken zu stärken und hier für mehr gesellschaftliches Engagement zu sorgen, das ist ein absolutes Highlight für uns.

Was gibt Euch in Eurem Arbeitsalltag Hoffnung?

Oxfam: Unsere Unterstützer*innen, vor allem die jungen Unterstützer*innen. Bei unserem Engagement-Format haben dieses Jahr über 400 Freiwillige auf den Konzerten von den Beginnern, Coldplay und den Toten Hosen sowie auf verschiedenen Festivals mitgemacht und zehntausende Menschen ermutigt, gemeinsam über den Tellerrand zu schauen und Einfluss zu nehmen. Dass Menschen sich mit uns aus Überzeugung für eine gerechtere Welt engagieren, gibt uns Hoffnung.

Wenn Leute an den Infostand kommen, die z.B. noch nie von Entwicklungspolitik gehört haben oder erst sehr skeptisch sind und nach einem guten Gespräch z.B. unsere Petition unterzeichnen, ist das auch immer ein toller Moment. Auf dem Splash-Festival stehen dann plötzlich auch mal 16-jährige Hip-Hopper vor uns, die sich dafür bedanken, dass wir mit unseren Aktionen auf dem Festival vertreten sind und einen wichtigen Beitrag leisten.

Oder letzten Monat, da hatten wir eine Neu-Anmeldung einer 19-Jährigen aus Dresden für Oxfam on tour im Posteingang: Sie hatte uns die vergangenen zwei Jahre auf dem Lollapalooza-Festival gesehen fand die einfache, greifbare Art, wie wir unsere Themen kommunizieren, motivierend. Sie hatte sich noch nie politisch engagiert, wollte aber jetzt in unserem Team damit anfangen und sich trauen für Andere einzusetzen, schrieb sie. DAS sind die Veränderungen, für die wir arbeiten und die uns immer wieder Hoffnung geben.

Und Euer Lieblingsweihnachtssong ist ... ?

Oxfam: Eigentlich Driving home for Christmas, aber der Song, den wir alle drei im Team besonders lieben, ist Gentleman of the Year von den Beatsteaks.

Wenn Ihr das Team von Oxfam Deutschland bei seiner Arbeit unterstützen möchtet, dann könnt Ihr hier spenden.

 

Auf Musik Bewegt sind 2Raumwohnung als Botschafter für Oxfam Deutschland aktiv.


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