Dank Rebound weiß Adaja, dass sie ihrem Kind eine bessere Zukunft geben kann.
© World Vision

16. Juni 2017 Adajas zweite Chance

„Für mich und mein Kind fängt jetzt ein neues Leben an.“ Adaja ist im Kongo als Straßenkind aufgewachsen, musste sich später prostituieren. Dank des Rebound-Projektes erfährt sie zum ersten Mal in ihrem Leben, wie sich Sicherheit und Frieden anfühlen. 



Das Herz von Kambale Batoto ist größer als sein Haus. Dennoch finden in den drei Zimmern nicht nur er, seine Frau und die fünf gemeinsamen Kinder Platz, sondern auch die 16-jährige Adaja. Zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt Adaja, was es bedeutet, eine Familie zu haben, und wie sich Sicherheit und Frieden anfühlen. Sie wuchs als Straßenkind auf. Ihre Eltern kümmerten sich nicht um sie. Eine Freundin riet ihr, in einem Bordell zu arbeiten. Zwei Jahre musste Adaja täglich mehrere Freier über sich ergehen lassen. Der Bertreiber des letzten Bordells schwängerte sie, dann setzte er sie vor die Tür.

Da hörte Adaja vom „Rebound“-Projekt. 2016 wurde sie aufgenommen und zur Näherin ausgebildet. Ihre Gastfamilie bekam von World Vision monatlich 30 US-Dollar für Unterkunft und Essen. Das deckt nicht die Kosten, „aber es ist hart für einen Familienvater wie mich, obdachlose Kinder zu sehen“, erklärt Kambale Batoto. Adajas Schwangerschaft verläuft bislang problemlos. Der Vater des Kindes, der Bordellbetreiber, sitzt mittlerweile in Haft. Was wird sie ihrem Kind später über seinen Vater erzählen? „Dass er tot ist. Er ist Vergangenheit. Für mein Kind und mich fängt jetzt ein neues Leben an“, sagt Adaja. 

Unterstütze jetzt das Rebound-Projekt gemeinsam mit Wolfgang Niedecken und trage mit Deiner Spende dazu bei, dass World Vision weiteren Kindern und Jugendlichen im Kongo eine zweite Chance geben kann. 

World Vision ist vor allem im Osten der Demokratischen Republik Kongo aktiv, weil hier seit Jahren verschiedene bewaffnete Milizen gegeneinander kämpfen sowie gegen die Soldaten der kongolesischen Armee und UN-Blauhelme. Millionen Menschen sind von dem blutigen Konflikt betroffen, darunter viele Kinder und Jugendliche. Die Rebellen entführen Tausende Jungen, um sie als Soldaten zu rekrutieren. Mädchen werden verschleppt, sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen. Durch die große Armut schließen sich Jungen mitunter sogar freiwillig Rebellengruppen an und Mädchen erklären sich zur Arbeit in Bordellen bereit – ohne zu wissen, worauf sie sich einlassen. 


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