12. Dezember 2018 #BewegtWas! – Musiker und zivilgesellschaftliche Initiativen diskutieren über Migration, Demokratie und Menschenrechte

Welches Land wollen wir sein? Was kann jede und jeder Einzelne von uns für eine offene und gerechte Gesellschaft tun? Und welche Anstöße brauchen wir, damit wir uns gemeinsam in Bewegung setzen? Unter dem Titel #BewegtWas! diskutierten am Montagabend über 150 Gäste, Musiker und zivilgesellschaftliche Initiativen in offener Runde über Migration, Demokratie und Menschenrechte. 

Die Musik Bewegt Stiftung und die Initiative Die Offene Gesellschaft haben am Montagabend zu einer offenen Diskussion in den Berliner Meistersaal eingeladen. „Vor dem Hintergrund der zunehmend rechtspopulistischen Tendenzen in Deutschland und ganz Europa haben viele das Bedürfnis, sich für eine offene Gesellschaft und demokratische Werte einzusetzen. Aber gleichzeitig besteht Unsicherheit darüber, was wir eigentlich tun können“, sagt Nilgün Öz, Geschäftsführerin der Musik Bewegt Stiftung. „Gemeinsam mit Musikern, zivilgesellschaftlichen Initiativen und vielen engagierten Menschen haben wir Inspirationen gesammelt, Ideen gewälzt und gemeinsam überlegt, wie wir die Synergien zwischen Musik und gesellschaftlichem Engagement besser nutzen können“, so Öz weiter.  

 

Chefket räumt mit Vorurteilen auf 


Musikalisch eröffnet wurde der Abend von Chefket mit dem Song „Wir“, in dem der türkischstämmige Rapper und Sänger mit Vorurteilen und Stereotypen aufräumt. Neben Chefket nahmen auch Bartek und Kaas (Die Orsons), Gunnar Spies (MIA) sowie Moritz Krämer und Francesco Wilking (Die Höchste Eisenbahn) am Diskussionsabend teil.


Impulse gaben Verena Papke, Geschäftsführerin von SOS Mediterranée Deutschland, Jörn Menge, Gründer der Initiative Laut gegen Nazis, Anna Groß von Cultures Interactive, Fabian Wichmann, Ausstiegshelfer bei Exit Deutschland und Stephan Conrad vom Treibhaus e.V., der mit seiner Wutrede zum „Wir sind mehr“-Konzert für Aufsehen gesorgt hat. Moderiert wurde der Abend von Social Entrepreneur, Coach und Aktivist Shai Hoffmann. 


„Bis heute haben mehr als zehntausend Menschen bei über tausend Veranstaltungen an mehr als hundert Orten an der Debatte ‚Welches Land wollen wir sein?‘ teilgenommen und mit uns über die Zukunft diskutiert. Mit #BewegtWas! geht die Debatte weiter und vereint, was Musik und Politik gemeinsam haben: sie bringen Menschen in Bewegung“, sagt Philip Husemann, Geschäftsführer der Offenen Gesellschaft. 

 


Stimmen zur Veranstaltung:


„Wir brauchen Musiker und Kreative die bereit sind, dauerhaft etwas in Kleinstädten wie Döbeln zu verändern. Vor Ort. Ein einziges Konzert, um sich vermeintlich auf der richtigen Seite zu wähnen, reicht einfach nicht.“ Stephan Conrad (Treibhaus e.V.)


„Musik weckt Emotionen und mit diesen Emotionen können wir erreichen, dass Menschen handeln. Wichtig ist aber, dass Musik nicht nur aufweckt, sondern Menschen auch langfristig motiviert, etwas gegen die Schräglagen in dieser Gesellschaft zu tun.“ Jörn Menge (Laut gegen Nazis) 


„Wir sind heute hier, um der Diskussion zu lauschen und zu hören, was wir gemeinsam tun können. Wir sind Freunde der offenen Gesellschaft und wollen das auch gegenüber unseren Fans repräsentieren.“ Kaas (Die Orsons) 


„Auch bei mir steht der Migrationshintergrund oft im Vordergrund, und zwar negativ. Für mich ist deshalb wichtig zu zeigen, dass zwei Kulturen in sich zu tragen etwas Gutes ist und nichts Schlechtes.“ Chefket 

 

So bunt und so inspirierend war #BewegtWas. Wir freuen uns mit vielen neuen Ideen ins Jahr 2019 zu starten!


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