19. November 2017 Der Wert des Kindes

Die Kindheit ist die wertvollste und fragilste Zeit im Leben eines Menschen. Diese Zeit zu schützen ist ein hohes Gut, dessen wir uns nicht nur am Weltkindertag bewusst sein sollten.

Kinder sprechen ihre Sprache noch nicht richtig, sie machen alles kaputt, ziehen an Haaren und machen eigentlich den ganzen Tag nur Quatsch. Gut so! Mal Hand aufs Herz: Wie gerne würdest Du Dich nicht mindestens einmal am Tag von Deinen sozialen Zwängen losmachen und Dich so gedankenlos verhalten, wie es Deine 5-Jährige Nichte tut? Würdest Du nicht manchmal gerne all Deine Vorteile und alles, was Du über die Welt weißt, über Board werfen und völlig unvoreingenommen mit Deiner Umwelt umgehen?

Die kindliche Sicht auf die Welt ist uneingeschränkt wertvoll und schützenswert. Leider wurde die Phase der Kindheit auch in Europa lange nicht geachtet. Das Kind war für die Gesellschaft ein unfertiger Erwachsener, eine billige und noch etwas schwache Arbeitskraft, ein ungehobelter Störenfried, der erst noch in die richtige Schablone gepresst werden muss.

Erst in den 60ern etwa bekamen Gesetze für Kinderarbeit etwas Schärfe und sorgten dafür, dass Kinder in Deutschland ihre Kindheit nicht mit Akkordarbeit verbringen. Seither werden Kinder offiziell davor geschützt, dass sie anders behandelt werden, als ihrem Alter entspricht. Es wurde ihnen Raum geschaffen, sich frei zu entwickeln, ihren Charakter auszubilden. Ein wichtiger Schritt, eine weitreichende Entscheidung die ihre Kreise zieht: Aus Kindern, die ihre Kindheit genossen haben, werden Erwachsene, die ihre Welt entsprechend gestalten. 

Kinder brauchen Rechte und Erwachsene, die sich für diese Rechte stark machen!

Organisationen wie der Deutsche Kinderverein, das Deutsche Kinderhilfswerk, die Arche, BrotZeit oder SOS Kinderdorf setzen sich für den Schutz des Kindes ein und machen immer wieder darauf aufmerksam, dass auch in Deutschland die Rechte von Kindern oft immer noch missachtet werden

Den hohen Stellenwert, den das Kind in unserer Gesellschaft glücklicherweise mittlerweile einnimmt, genießt nicht jedes Kind auf der Welt. Es gibt immer noch viele Flecken der Erde, auf denen verlorene Kindheiten nichts zählen, keiner um diese trauert. Wir sollten unseren Blick nicht von den Kindern wenden, die unter Krieg, Flucht und Vertreibung leiden, sondern am Schutz aller Kinder arbeiten – unabhängig von ihrer Herkunft. 

 


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