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29. Oktober 2017 Die 5 besten Filme zum Thema AIDS

Wir haben diese Woche vermehrt über das Thema AIDS gesprochen. Conchita Wurst unterstützt die Deutsche AIDS-Stiftung, 2Raumwohnung macht sich für AIDS-Waisenkinder in Tansania stark. Für alle, die sich noch intensiver mit dieser Krankheit auseinandersetzen möchten, haben wir fünf Filme herausgesucht, die das Thema AIDS behandeln.

1. Dallas Buyers Club (2014)

Der homophobe und zunächst wenig sympathische Lebemann Ron Woodroof wird zu Anfang der 80er HIV-positiv getestet. Zunächst muss er sich seinen eigenen Vorurteilen stellen, dann seiner Angst vor dem Tod und letztendlich der amerikanischen Bürokratie, die wichtige Medikamente für HIV-Patienten unerreichbar macht.

Matthew McConaughey porträtiert seine Hauptfigur behutsam und beschreibt die Entwicklung  Woodroofs eindringlich: Nachvollziehbar wird Woodroof vom ignoranten Ekel zum mitfühlenden Aktivisten. Jared Leto als transsexueller AIDS-Erkrankter glänzt neben McConaughey nicht minder. Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte dies schnellstens nachholen.  

2. Philadelphia (1993)

Tom Hanks spielt einen AIDS-Kranken Anwalt, der sich gemeinsam mit Denzel Washington gegen die Diskriminierung Homosexueller und AIDS-Erkrankter wehrt. „Philadelphia“ ist in den frühen Neunzigern einer der ersten großen Hollywood-Filme, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Das ergreifende Plädoyer für Menschlichkeit ist ein absoluter Klassiker und nicht ohne Grund zahlreich ausgezeichnet worden – unter anderem mit Oscars für Tom Hanks als bester Hauptdarsteller und Bruce Springsteen, der mit dem Titelsong „Streets Of Philadelphia“ den richtigen Sound beisteuerte.

3. Same Same But Different (2009)

Benjamin Prüfers Lebens- und Liebesgeschichte beeindruckte bereits 2007 durch sein Buch „Same Same But Different“. Als Abiturient reist Prüfer durch Kambodscha und verliebt sich dort in Sreykeo, eine HIV-infizierte Prostituierte. Auch wenn die Beziehung der beiden scheinbar zum Scheitern verurteilt ist, bleiben die beiden zusammen und heiraten schließlich sogar.

Die Verfilmung von Detlev Buck versucht, die Liebe in Zeiten der Grenzenlosigkeit und vor dem Hintergrund des möglichen Todes zu vergegenwärtigen. Geht ans Herz, nicht zuletzt wegen eines großartigen David Kross’ in der Hauptrolle.

4. Kids (1995)

Grunge, Sex, Drogen – „Kids“ ist ein typischer Film der 90iger. Dank der Laien-DarstellerInnen wird der naive aber brutale Tenor des Streifens unterstrichen. Es geht im Wesentlichen um verlorene Jugendliche, die auf der Suche sind: Nach dem Exzess, nach Liebe, nach Zuflucht und nicht zuletzt auch nach einer Zukunft – die Dank sich verbreitender HIV-Erkrankungen mehr als fraglich erscheint.

Die üblichen Probleme der Generation X werden in „Kids“ auf den Punkt gebracht. Nicht umsonst war der Film Mitte der Neunziger ein Schocker, der als einer der wichtigsten Filme des Jahrzehnts gehandelt wurde. Jungschauspielerinnen wie Chloe Delevigne oder Rosario Dawson hatten in „Kids“ ihr Debüt.

5. The Hours (2002)

Meryl Streep, Juliane Moore und Nicole Kidman – drei wahnsinnig gute Schauspielerinnen stellen in „The Hours“ drei starke Frauen dar, die jeweils in unterschiedlichen Epochen leben. Jede von ihnen sieht sich der Tatsache konfrontiert, nicht für sich selbst, sondern in Aufopferung für jemand Anderen zu  leben. Meryl Streep etwa stellt Clarissa Vaughan dar, die sich entschlossen aber verzweifelt um ihre an AIDS-Erkrankte Jugendliebe kümmert. Dies ist jedoch nur einer der Erzählstränge, die sich um den Roman „Mrs. Dalloway“ von Virginia Woolf ranken.

Gut gespieltes Epos, dass tolle Frauen und die Macht und das Leid der Liebe darzustellen weiß.


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