9. November 2017 "Eine Krebserkrankung kann jeden treffen."

Die Gesellschaft für KinderKrebsForschung fördert Projekte, die an neuen Therapien und Behandlungsmethoden forschen. Wir haben mit der 2. Vorsitzenden Tanja Singer darüber gesprochen, was sie bei ihrer Arbeit besonders bewegt.



Musik Bewegt: Was ist die Kernaufgabe der Gesellschaft für KinderKrebsForschung?

Tanja Singer: 

Die Gesellschaft für KinderKrebsForschung ist ein gemeinnütziger Verein, der bundesweit wichtige Forschungsprojekte für an Krebs erkrankte Kinder finanziert, um die Überlebenschancen der kleinen Patienten zu erhöhen und Therapien verträglicher zu machen.

Musik Bewegt: Wie sind Sie zu der Organisation gekommen?

Tanja Singer: 

Ich bin seit dem Jahr 2014 für die Gesellschaft für KinderKrebsForschung tätig. Damals habe ich eine Anzeige gelesen und mich über die Arbeit des Vereins informiert. Zuvor hatte ich im eigenen Freundes- und Familienkreis erfahren, dass jeden eine Krebserkrankung treffen kann und ich wollte aktiv werden.

Musik Bewegt: Was bewegt Sie besonders an Ihrer Arbeit? Gibt es ein besonderes Erlebnis oder einen Schlüsselmoment, der Sie besonders motiviert hat und immer noch motiviert?

Tanja Singer: 

Ich habe eigene Kinder und spüre jeden Tag, was für ein Geschenk deren Leben und ihre Gesundheit ist. Deswegen möchte ich neben der Dankbarkeit, die ich empfinde auch mein Möglichstes tun, um anderen Kindern zu helfen, denen es nicht so gut geht. Außerdem motiviert mich das Team meiner Kolleginnen und Kollegen, die alle auch mit vollem Engagement mit dabei sind.

Musik Bewegt: Welche aktuellen Forschungsprojekte werden von der Gesellschaft für KinderKrebsForschung betreut?

Tanja Singer: 

Aktuell fördern wir mit 50.000Euro ein Projekt der Klinik für Kinder- Jugendmedizin Tübingen zur Entwicklung neuer Antikörper-Wirkstoffkonjugate zur Behandlung des fortgeschrittenen Neuroblastoms.

Musik Bewegt: Was ist für betroffene Familien besonders wichtig?

Tanja Singer: 

Unser Ansatz ist es, die Familien dahingehend zu unterstützen, dass neue Therapien gefunden werden, sodass Ihren Kindern durch verträgliche aber effektive Behandlungsmethoden geholfen werden kann. Dazu finanzieren wir Projekte an großen deutschen Kliniken, die wir – in Absprache mit unserem wissenschaftlichen Beirat – für förderungswürdig erachten. Für betroffene Familien sind auch andere Gesichtspunkte wichtig. Diese werden durch andere Initiativen abgedeckt.

Musik Bewegt: Was kann ich – unabhängig von einer Spende – konkret im Alltag tun, wenn ich mich bei der Gesellschaft für KinderKrebsForschung engagieren möchte oder mich für Kinder einsetzen möchte, die an Krebs erkrankt sind?

Tanja Singer: 

Für unsere Arbeit sind Spenden wichtig. All unsere Spendengelder fließen in unsere Forschungsprojekte. Davon abgesehen brauchen wir Mitglieder, die unseren Verein und die Arbeit die wir leisten mitgestalten. Und dann brauchen wir Menschen, die von uns wissen und erzählen, um bekannter zu werden. Viele Menschen engagieren sich durch Aktionen wie „Spenden statt Geschenke“ bei Geburtstagen oder anderen Feiern oder betätigen sich sportlich im Namen unseres Vereins. 

Musik Bewegt: Musik bewegt – was bedeutet das für Sie persönlich?

Tanja Singer:  

Musik bewegt mich tief im Innern. Ich verbinde bestimmte Musik mit Menschen und Situationen, die ich erlebt habe. Musik hat die Gabe, Herzen zu öffnen.

Ich habe einmal gesehen wie einer stark dementen Frau Musik aus ihrer Jugend vorgespielt wurde. Sie hat sofort darauf reagiert, die Melodie selig mitgesummt und ihr sind die Tränen über die Wangen gelaufen. Das hat mich sehr berührt.

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Prinz Pi ist Botschafter für die Gesellschaft für KinderKrebsForschung. Er findet: „In einer Zeit, wo fast jeder zuerst an sich selbst denkt, oder auch überhaupt nicht denkt, ist es umso wichtiger Menschen zu helfen. Besonders Kinder benötigen unsere Hilfe. Wenn wir nur irgendwie helfen können, sollten wir es tun.“

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