© Bruno Martins

5. Juli 2018 Eine schöne Aussicht auf erholsame Sommerferien – auch für finanziell benachteiligte Kinder in Deutschland

Ein paar unbeschwerte Tage in den Sommerferien genießen – das sollte für Kinder und Jugendliche eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Doch rund 21 Prozent aller Kinder in Deutschland lebend mindestens fünf Jahre dauerhaft oder wiederkehrend in Armut und müssen aus finanziellen Gründen zu Hause bleiben. Kinder aus einkommensschwachen Familien dürfen bei den Ferien jedoch nicht "abgehängt" werden und oftmals sind sie von der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen.

Auf Musik Bewegt gibt es verschiedene Organisationen, wie das SOS Kinderdorf und die Arche e.V., die Kinder aus benachteiligten Strukturen unterstützen und ihnen zur Seite stehen und Freizeitmöglichkeiten während der Sommerferien bieten.

Schon in der Kindheit arm – mit diesem Problem müssen sich immer mehr junge Menschen in Deutschland auseinandersetzen. Im vergangenen Jahr war fast jedes siebte Kind unter 18 Jahren in Deutschland auf Hartz IV angewiesen – das entspricht einem Anteil von rund 14 Prozent aller Kinder.

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. erstellt jährlich einen Armutsbericht, um die Situation in Deutschland darzustellen. Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens hat. Besondere Problemregionen, die in dem Bericht identifiziert wurden, sind die Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen, aber auch norddeutsche Städte, wie Bremen und Hamburg sind betroffen. Vor allem in strukturschwachen Regionen seien viele Kinder laut einer Studie von Armut betroffen – nicht nur von materieller, sondern auch von gesellschaftlicher. "Im ländlichen Raum gibt es im Gegensatz zu Großstädten kaum Freizeitsangebote. Haben die Eltern kein Autio, können die Kinder nicht einmal in Sportvereine, in Musikschulen oder ins Schwimmbad gehen. Zudem fehlen dort oft Angebote wie Nachilfe oder Kinderküchen, die in vielen größeren Städten ehrenamtlich und damit kostenlos angeboten werden."(Quelle: Spiegel Online, 22.06.2018)

In Deutschland können Millionen Kinder und Jugendliche aufgrund ihrer finanziellen Benachteiligung nicht in den Urlaub fahren. Nach den jüngsten offiziellen Zahlen lebten 2014 mehr als 3,4 Millionen Kinder und Jugendliche (28 Prozent aller Minderjährigen) in einem Haushalt, der sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten kann. Dabei ist Erholung und Ruhe gerade für finanziell benachteiligte Kinder wichtig – denn Erholung bedeutet einen Ausgleich zu den häufig belastenden Familienverhältnissen zu erleben. 

 

Wir möchten Dir hier zwei Organisationen vorstellen, die sich für Kinder aus benachteiligten Strukturen einsetzen und durch Deine Spende auch armen Kindern eine Auszeit in den Sommerferien geben:

 

Die Arche e.V:

Der Verein setzt sich für finanziell benachteiligte Kinder in verschiedenen deutschen Städten ein. In Berlin, München und Hamburg und vielen anderen Archen werden täglich bis zu 2.000 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 2-20 Jahren betreut. Auf Musik Bewegt machen sich die Band Gloria und die Künstlerin Namika für die Arbeit der Arche stark!

Auch in den Sommerferien stellt Die Arche Mittagessen für Kinder, die in schwachen Strukturen aufwachsen, bereit. Darüber hinaus organisiert der Verein regelmäßig Feriencamps für Kinder und Jugendliche, deren Eltern die finanziellen Mittel fehlen, um in den Urlaub zu fahren. Das Sommercamp ist für die meisten Kinder die einzige Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren und die Sommerferien zu genießen.

  

SOS-Familienzentrum in Hamburg:

Auf Musik Bewegt unterstützt die Band Revolverheld das SOS-Familienzentrum in Dulsberg, Hamburg. Die Wahlhamburger haben die Patenschaft für das Projekt Musik-Kinder-Dulsberg (MuKiDu) übernommen und wollen benachteiligten Kindern in dem Hamburger Stadtteil damit das Erlernen von Musikinstrumenten ermöglichen.

Das Familienzentrum Dulsberg ist ein Ort der Begegnung, Bildung und Hilfestellung für alle Kinder des Stadtteils und deren Familien. 

Auch in den Sommerferien bietet das SOS-Familienzentrum ein buntes Ferienprogramm an: Klettern, der Besuch eines Ponyhofs, ein Ausflug in verschiedene Museen oder eine gemeinsame Schatzsuche sind nur ein paar Beispiele für die Ferienangebote des Familienzentrums.

                                                                                                                    Quelle: Deutsches Kinderhilfswerk e.V. | Welt.de | Eurostat 
 

 

Kinderarmut ist auch in Deutschland ein Problem. Jeder Euro, der aus Deiner Reisekasse übrig bleibt und von Dir gespendet wird kann einen Beitrag leisten. Setze Dich gemeinsam mit Namika, Gloria und Revolverheld für das SOS-Familienzentrum oder Die Arche e.V. ein!

 

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