© Annie Spratt

16. Juni 2018 Gemeinsam für Afrika und seine Kinder und Jugend

Heute ist der Tag des afrikanischen Kindes, der 1991 in Südafrika ins Leben gerufen wurde.

Er erinnert an einen Aufstand afrikanischer Schüler gegen das Apartheidssystem im Jahr 1976 in Soweto, an den hunderte junge Demonstraten mit dem Leben bezahlen mussten. Heute soll der Tag des afrikanischen Kindes weltweit dazu beitragen, die Lebenssituation der Kinder in Afrika zu verbessern.

Darüber hinaus verdeutlicht dieser Tag die Verantwortung der Gesellschaft für die Rechte und Chancen von Kindern einzustehen. Auf Musik Bewegt setzen sich viele KünstlerInnen gemeinsam für Afrika ein.

Woran erinnert der Tag des afrikanischen Kindes?

Bis zum Jahr 1991 herrschte in Südafrika noch das Apartheidregime.

"Apartheid" steht für Gesondertheit beziehungsweise Trennung. Das Wort beschreibt eine Jahrzehnte dauernde strikte Rassentrennung. Mit dem Apartheidsregime herrschte eine systematische Unterdrückung einer nicht weißen Bevölkerungsmehrheit von rund 41 Millionen Menschen durch vier Millionen Weiße.

Der Tag des afrikanischen Kindes erinnert an die Schülerproteste von Südafrika im Jahr 1976. Die südafrikanische Regierung hatte damals feste Pläne, an allen Schulen des Landes die Sprache der Herrschaftsschicht der weißen Buren – Afrikaans – als offizielle Unterrichtssprache einzuführen.

Die folgenden landesweiten Proteste der schwarzen Schüler richteten sich gegen die generell rassistische Bildungspolitik und auch gegen das gesamte Apartheidsystem Südafrikas. Die Polizei schlug die Demonstration nieder. Mehr als 500 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter waren viele Kinder und Jugendliche.

Der Tag des afrikanischen Kindes gilt als Gedenktag und soll an die Wichtigkeit erinnern, seine Stimme für seine Rechte laut einzusetzen.

 

Worauf macht der Tag heute aufmerksam?

Am Ende dieses Jahrhunderts werden auf dem afrikanischem Kontinent voraussichtlich die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren auf der Welt leben. In vielen Ländern stellen sie jetzt schon rund die Hälfte der Bevölkerung. In der afrikanischen Jugend steckt also riesiges Potenzial – aber Millionen von Mädchen und Jungen haben keine Chance, ihre Fähigkeiten voll zu entwickeln, denn es fehlt unter anderem an Zugängen zu Bildung.

 

Die Kampagne Gemeinsam für Afrika will diese Chancen für Kinder und Jugendliche in Afrika ermöglichen.

Gemeinsam für Afrika ist ein Bündnis von mehr als 20 Hilfsorganisationen, die der Öffentlichkeit ein neues und differenziertes Bild von Afrika vermitteln möchten – ein Bild, das den Kontinent nicht auf seine Probleme reduziert, sondern seine Potenziale und Stärken hervorhebt. 

Mit dabei sind unter anderem Organisationen, wie UNO-FlüchtlingshilfeChildfund Deutschland e.V.Menschen für Menschen e.V. und die WelthungerhilfeDie Kampagne Gemeinsam für Afrika stellt die gemeinsame Zielerreichung und die Kooperation in den Vordergrund.

 

Die MusikerInnen Ivy Quainoo und Gentleman machten sich als Botschafter von Gemeinsam für Afrika ein eigenes Bild davon, was Entwicklungszusammenarbeit bedeutet, reisten mit Gemeinsam für Afrika nach Äthiopien und besuchten zehn Projekte von sieben Bündnisorganisationen. 

"Die Projekte der Organisation sind sehr vielfältig. Ich konnte mich vor Ort überzeugen und habe Schulen und Ausbildungszentren besucht, aber auch Bauern, die mit neuen Anbaumethoden ihre Lebensqualität verbessern konnten und Dörfer, die jetzt Zugang zu sauberem Trinkwasser haben – etwas, das für uns hier in Deutschland selbstverständlich ist.“

                                                                                                                                                                                                                                                                   Ivy Quainoo 

 

 

Unterstütze die Hilfsorganisationen dabei, sich Gemeinsam für Afrika  zu engagieren!

 

Quelle: Unicef |  Gemeinsam für Afrika  | Kleiner Kalender  


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