© Operndorf Afrika

21. Juli 2018 Hilfe zur Selbstentwicklung | Operndorf Afrika gewinnt Karlheinz-Böhm-Preis

Zum zweiten Mal hat die Stiftung Menschen für Menschen den Karlheinz-Böhm-Preis verliehen. Mit dem Preis zeichnet die Stiftung Personen und Organisationen für ihr nachhaltiges Engagement in Afrika aus. 

In diesem Jahr erhält das Festspielhaus Afrika mit dem Operndorf Afrika in Burkina Faso die besondere Auszeichnung. Auf Musik Bewegt steht der Künstler Herbert Grönemeyer Pate für das Projekt, für das Christoph Schlingensief den Grundstein legte.

Vom Schauspieler zum Entwicklungshelfer – Die Stiftung Menschen für Menschen wurde im Jahr 1981 von Karlheinz Böhm ins Leben gerufen. Der Schauspieler wurde in den fünfziger Jahren durch seine Rolle als Kaiser Franz Joseph in der Filmtrilogie „Sissi“ berühmt. 

Erschüttert von Berichten über die Hungerkatastrophe in der Sahel-Zone in Afrika, nutzte Karlheinz Böhm 1981 seine Bekanntheit, um zu helfen: Seine legendäre Wette in der ZDF-Sendung „Wetten, dass…?“ brachte 1,2 Millionen DM ein. Er wettete, „dass nicht einmal jeder dritte Zuschauer eine Mark, einen Schweizer Franken oder sieben Österreichische Schilling für Menschen in der Sahelzone“, spenden würde.

„Es gibt keine erste, zweite oder dritte Welt. Wir alle leben auf ein und demselben Planeten, für den wir gemeinsam die Verantwortung tragen.“
                                                                                                              Karlheinz Böhm (1928-2014)

In diesem Jahr erhält das Operndorf Afrika den Karlheinz-Böhm-
Preis ausgezeichnet. Der Preis soll langfristig angelegte Projekte auszeichnen und fördern, die in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen das Ziel verfolgen, die Menschen vor Ort zu befähigen, selbst ihre Entwicklung und damit die der gesamten Region voranzutreiben. Die Vision lautet "Hilfe zur Selbstentwicklung".

"Von Afrika lernen" – das ist die Vision des Operndorf Afrika. Die Initiative wurde nach dem Konzept Christoph Schlingensiefs entwickelt. Der bekannte deutsche Film-und Theaterregisseur wollte, vor seinem Tod in 2010, einen Ort erschaffen, an dem Menschen verschiedener Herkunft zusammenkommen können, um gemeinsam kreativ zu arbeiten. Nach seinem Tod lebt das Operndorf Afrika weiter. Interkulturelle und internationale Begegnungen in Kombination mit Kreativität gegen stereotypische Afrika-Bilder und für mehr kulturellen Austausch sind seit Beginn die Werte des Operndorfs.

Das Operndorf Afrika in Burkino Faso ist ein Ort, der Kinder nicht nur in klassicher Bildung wachsen lässt. So durchlaufen die SchülerInnen nicht nur das normale Curriculum, sondern haben auch die Chance an Kunst-Klassen und Workshops teilzunehmen. Das Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, in denen die SchülerInnen ihre Kreativität entfalten und zu selbstständigen Persönlichkeiten heranwachsen können.

In dem Operndorf Afrika wird ein buntes, künstlerisches Programm angeboten. Von traditioneller afrikanischer Musik über Rap bis zur bildenden Kunst. Afrikanische Rapper halten Kurse, es finden Filmabende und Konzerte statt. Die deutsche Fotografin Marie Köhler verbrachte mehrere Monate an der Schule und lehrte die Kinder fotografieren. Im Gegenzug lernte sie Mooré – die Muttersprache der meisten Kinder und Jugendliche vor Ort.

 
                                                                          Quelle: Menschen für Menschen |  Operndorf Afrika  | Frankfurter Allgemeine

Unterstütze die Arbeit vom Operndorf Afrika gemeinsam mit Herbert Grönemeyer und setze Dich dafür ein, dass das Operndorf Afrika auch weiterhin, die Vision verfolgen kann, einen langristigen Kulturaustausch zwischen KünstlerInnen und afrikanischen SchülerInnen herzustellen.


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