20. Juni 2016 Kinder aus der Ukraine erzählen

Heute ist Weltflüchtlingstag: ChildFund lässt Kinder aus der Ukraine in einem neuen Kurzfilm zu Wort kommen.

Passend zum von der UN-Vollversammlung ausgerufenen internationalen Gedenktag für Flüchtlinge zeigte das Kinderhilfswerk ChildFund Deutschland nun im Kommunalen Kino Esslingen erstmals seinen Kurzfilm KINDERTRÄUME – entstanden Anfang des Jahres bei zahlreichen Interviews mit Mädchen und Jungen in der Ukraine. Eine Woche lang reiste dafür ein kleines ChildFund Team durch das Land und wurde dabei von Regisseur Jörg Plechinger begleitet, dem es gelang, die Aussagen der jungen Interviewpartner einfühlsam einzufangen. Der Film beschäftigt sich mit der Frage, wie die Kinder es erleben, wenn alles Vertraute zersplittert, wenn Krieg und Flucht einen tiefen Riss durch ihr Leben ziehen. Gleichzeitig offenbart er die Wünsche und Träume der jungen Protagonisten.

Alle Kinder, die zu Wort kommen, haben Ausnahmesituationen erlebt: Einige mussten vor dem Krieg im Osten des Landes fliehen, andere gegen eine lebensbedrohliche Krankheit ankämpfen – und das inmitten einer tiefen Krise, in der ihre Sorgen und Nöte vergessen zu werden drohen. Dennoch sprechen sie von Frieden und Freundschaft, von Stärke, bürgerlicher Verantwortung und Nächstenliebe. Und von der Zukunft ihrer Heimat, die sie als bedroht und schützenswert empfinden.

„Ich wünsche mir, dass die Menschen sich wieder freuen können, auch dann, wenn man dazu keinen Grund hat“, sagt die 11-jährige Jelysaweta, die mit ihrer Familie aus dem Raum Donezk fliehen musste. Und der 10-jährige Illia, der ebenfalls vor der eskalierenden Gewalt floh, ist überzeugt davon, dass die Menschen mehr miteinander reden müssten: „Probleme werden durch Kriege nicht gelöst.“

Im Anschluss an die gut besuchte Filmpremiere fand eine Podiumsdiskussion statt, an der neben dem Regisseur auch Dr. Bogdan Androshchuk, ChildFund Projektkoordinator für die Ukraine, Prof. Dr. Olga Garaschuk, Ärztin und Physiologin an der Uni Tübingen, Roman Kolodiy vom Verein „Ukrainer in Stuttgart“ und Christiane Mußler, in der Flüchtlingsarbeit engagierte Lehrerin aus Ludwigsburg, teilnahmen – und natürlich die 11-jährige Lisa, die aus ihrer Heimat fliehen musste, und den Abend mit ihrem Geigenspiel ausklingen ließ.

Der Film KINDERTRÄUME wurde bei Wettbewerben eingereicht und soll künftig auch für öffentliche Vorführungen und für die pädagogische Arbeit an Schulen zur Verfügung gestellt werden.

Hier könnt Ihr die Arbeit des ChildFund zur psychosozialen und humanitären Hilfeleistung für Flüchtlingskinder gemeinsam mit den Orsons unterstützen: https://www.musik-bewegt.de/projekt/47-fluechtlingskinder-in-der-ukraine-psychosoziale-und-humanitaere-hilfe


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