20. September 2017 Kindern eine Stimme geben – mit Silly und Miss Platnum

Warum ist der Kindertag so wichtig? Claudia Keul arbeitet seit vielen Jahren beim Deutschen Kinderhilfswerk. Was sie bewegt und wie Ihr die Organisation mit Silly und Miss Platnum unterstützen könnt, erfahrt Ihr hier. 

Musik Bewegt: Was ist die Kernaufgabe vom Deutschen Kinderhilfswerk?

Claudia Keul:

Wir wollen, dass die Rechte der Kinder in Deutschland durchgesetzt werden. Wir initiieren und unterstützen vor allem Maßnahmen und Projekte, die Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten von Kindern fördern. Im unmittelbaren Lebensumfeld der Kinder, in Schulen und Kitas, in Städten und Gemeinden, aber auch auf Landes- und Bundesebene müssen Kinder und Jugendliche Gelegenheiten bekommen, ihre Ideen und Meinungen einzubringen. In diesem Sinne richtet das Deutsche Kinderhilfswerk in seiner Arbeit einen besonderen Fokus auf die Herstellung von Chancengleichheit für alle Kinder in Deutschland. 

Musik Bewegt: Wie kamen Sie zum Deutschen Kinderhilfswerk und welchen Tätigkeitsbereich übernehmen Sie hier?    

Claudia Keul:

Ich arbeite schon seit vielen Jahren beim Deutschen Kinderhilfswerk und bin für den Bereich Kindernothilfe und Förderungen zuständig. Für mich war schon immer klar, dass ich mich für Kinder einsetze und vor allem für die, die es besonders schwer im Leben haben. Darum ist die Aktion „Bildungspakete für Flüchtlingskinder“ eine meiner Herzensangelegenheiten. Seit 2015 hilft das Deutsche Kinderhilfswerk geflüchteten Kindern. Wir habe bundesweit ein großes Netzwerk an Initiativen, Vereinen, Verbänden und Flüchtlingsheimen aufgebaut und direkten Kontakt, so dass wir hier schnell reagieren können, wenn Hilfe benötigt wird. Gerade vor der Einschulung sind die Nachfragen für Schulranzen besonders groß. Wir besuchen die Einrichtungen und übergeben persönlich die Ranzen gefüllt mit Schreibmaterial, Heften und Sportbeuteln an die Flüchtlingskinder. Es ist ganz wichtig, dass gerade diese Kinder eine gute Schulausstattung bekommen, denn nur so können sie sich schnell integrieren, Deutsch lernen und natürlich auch Freunde in ihrer neuen Heimat finden.

Musik Bewegt: Was bewegt Sie besonders an Ihrer Arbeit? Gibt es ein besonderes Erlebnis oder einen Schlüsselmoment, der Sie besonders motiviert hat und immer noch motiviert?

Claudia Keul:

Für mich ist es immer wieder sehr berührend, die strahlenden Kinderaugen zu sehen, wenn sie ihren Ranzen in den Händen halten. Meist können sie es gar nicht fassen, dass er voll mit Schulmaterialien ausgestattet ist. So hat mir ein Mädchen mal gesagt: „Der Ranzen ist so schön und der soll wirklich für mich sein?“ Natürlich gibt es auch Momente, bei denen ich merke, dass die Kinder schlimme Dinge auf ihrer Flucht erlebt haben. Sie sind sehr schüchtern, teilweise verängstigt und sehr ernst. Es ist schon ein richtig gutes Gefühl, wenn ich dann von den Einrichtungen die Rückmeldung bekomme, dass wir als Deutsches Kinderhilfswerk eine sehr wichtige und tolle Arbeit machen und die Hilfe direkt bei den Kindern ankommt. Dennoch müssen wir immer wieder an die Politik appellieren, dass sie sich stärker gegen Kinderarmut und für gleiche Entwicklungschancen einsetzen.

Musik Bewegt: Was bedeutet der Weltkindertag für das Deutsche Kinderhilfswerk? Warum ist dieser Tag so wichtig?

Claudia Keul:

Bereits seit vielen Jahren veranstaltet das Deutsche Kinderhilfswerk das bundeszentrale Weltkindertagsfest in Berlin. Es soll auf die Kinderrechte aufmerksam machen und Kindern einen großartigen Tag mit ihren Familien und Freunden schenken.

Der 21. September 1954 war die Geburtsstunde des Weltkindertages. Auf der 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen empfahl diese ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzurichten, um den Einsatz für die Rechte der Kinder zu stärken und die Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen zu fördern. Außerdem: Einmal im Jahr sollten sich die Regierungen öffentlich verpflichten, kinderrechtliche Arbeit zu unterstützen.

Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert. Die Art und Weise der Umsetzung sowie die Wahl eines geeigneten Datums stellte die Generalversammlung den UN-Mitgliedsstaaten frei. Deutschland entschied sich für den 20. September.

"Kindern eine Stimme geben" – unter dieses Motto stellen das Deutsche Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland den Weltkindertag 2017 am 20. September.

Musik Bewegt:  Was kann ich konkret im Alltag tun, wenn ich mich für Kinder einsetzen möchte?    

Claudia Keul:

Um finanziell benachteiligten Kindern zu helfen, hat das Deutsche Kinderhilfswerk 1993 den Kindernothilfefonds eingerichtet. Dieser hilft von Armut betroffenen Familien schnell und unbürokratisch, wo staatliche Stellen zu langsam sind oder keine Unterstützung gewähren.

Über den Kindernothilfefonds leistet das Deutsche Kinderhilfswerk Einzelfallhilfe für Kinder und ihre Familien, zum Beispiel für Lernmaterialien, Kinderkleidung oder Erholungsmaßnahmen. Auch Einrichtungen wie Kinderhäuser und Projekte, die in sozialen Brennpunkten liegen und sich besonders um Kinder aus schwierigen Familien kümmern, werden unterstützt.

Musik Bewegt: Musik bewegt – was bedeutet das für Sie persönlich?

Claudia Keul:

In meiner Kindheit habe ich Blockflöte spielen gelernt. Heute spiele ich nicht mehr so oft und wenn, dann nur zur Weihnachtszeit zusammen mit meiner Familie. Ansonsten gibt es natürlich viele schöne beeindruckende musikalische Momente, die ich nicht alle aufzählen kann. Nur so viel, da ich in Berlin-Friedrichshain geboren und aufgewachsen bin, liebe ich von Silly den Song MontKlamott. Ich kenne natürlich auch alle anderen Hits von Silly. Und dass Musik bewegt, daran glaube ich sowieso. Denn wie sagt ein alter Spruch: Wo man singt, da laß’ dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder.

Jetzt mit Silly und Miss Platnum die Arbeit des Deutschen Kinderhilfswerks unterstützen. Jede Spende kommt zu 100% bei der Organisation an.

„Wir haben bereits einige Male zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk erfolgreich Hand in Hand gearbeitet und dabei unmittelbare und greifbare Erfolge erzielt. Kinder bedeuten Zukunft - und diese Zukunft möchten wir mit gestalten. Die Förderung aller Kinder unserer Landes, auch und - vor allem- der sozial benachteiligten, ist uns ein großes Anliegen. Der Zugang und Umgang mit der Kunst bildet und verbindet. In einer Welt in der Kunst für manche Kinder als Luxus gilt, wollen wir diese Kinder unterstützen und fördern.“ – so Silly


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