20. März 2019 TOP 5 KREATIVSTE AKTIONEN GEGEN RECHTS

Spendenlauf mal anders, trojanisches T-Shirt und Sprayer-Oma – für den Internationalen Tag gegen Rassismus haben wir für Euch zur Inspiration mal was zusammengestellt: Hier sind unsere Top fünf der kreativsten Aktionen gegen Rechts. 

Der unfreiwilligste Spendenlauf – Rechts gegen Rechts

Jedes Jahr reisen Hunderte Rechtsextreme zum "nationalen Heldengedenken" in die fränkische Kleinstadt Wunsiedel. Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß war in Wunsiedel begraben. Mittlerweile wurde sein grab zwar aufgelöst, die Neonazis kommen trotzdem jedes Jahr. Gegendemonstrationen halten die Rechten nicht davon ab für ihren "Trauermarsch" durch Wunsiedl zu marschieren. 

Im Jahr 2014 reagierte Exit Deutschland mit Humor auf die rechten Demonstrationen... mehrere Hundert Neonazis wurden zum "unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands" in Wunsiedel begrüßt. Denn Exit Deutschland hat den Trauermarsch von Wundsiedl kurzerhand zum Spendenlauf umfunktioniert – mit buntem Konfetti auf braunen Grund. Für jeden Meter, den die Neonazis liefen, wurden 10€ an das Aussteigerprogramm von Exit Deutschland gespendet.

 

 

Sprayer-Oma gegen Rechts

Irmela Mensah-Schramm ist sich seit über 32-Jahren mit Spraydose bepackt vor allem in Berlin und Brandenburg unterwegs, um rechtsextremistische Graffiti und Hass-Schriftzüge zu übersprühen und rassistische Aufkleber abzukratzen. Im Netz ist sie als "Sprayer-Oma" bekannt.

 

 

Berlin tanzt gegen die AfD: #afdwegbassen

Im Mai 2018 rief die AfD zu einer Großdemo in Berlin auf, rund 5.000 rechtsextreme Menschen versammelten sich, um am Brandenburger Tor für die AfD zu demonstrieren. Die Berliner Clubszene hielt dagegen und organisierte eine bunte Gegendemonstration – Laut Polizei haben sich 25.000 Gegendemonstranten an verschiedenen Orten versammelt. Die Veranstalter sprachen sogar von insgesamt 70.000 Teilnehmern. Club-, Party- und Festivalveranstalter haben sich zusammen getan und organisierte einen Umzug von rund 30 Musikwagen der über die Siegessäule zur Straße des 17. Juni zog. Auch in der Nähe des Hauptbahnhofs trafen sich BerlinerInnen, um mit elektronischer Musik zu protestieren. Sogar auf der Spree waren rund 20 Boote mit Technomusik von Berlin-Friedrichshain in Richtung Hauptbahnhof unterwegs. Die gemeinsame Demonstration für Vielfalt, Toleranz und Zusammenhalt wurde sogar von verschiedenen KünstlerInnen unterstützt, die an der Siegessäule ihre Musik zum Besten gaben.

 

AFDentskalender – Ein Aufruf zu besinnlichen Zeiten

Mit dem AfDventskalender startete Modus Mio einen Aufruf zu besinnlichen Zeiten. Der Adventskalender rief jedermann dazu auf ein Statement gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu setzen. Auf die Frage "Wie kann man so ein Statement setzen? findet der AfDventskalender die Antwort, denn: hinter jedem Türchen steckt eine neue Aktion oder Inspiration sich gegen Rechts zu engagieren... Für Furore im Netz sorgte vor allem das 4. Adventstürchen. Dem Aufruf: „Entwerft Werbeslogans/-plakate für Marken, die sich positionieren sollten, folgten viele Menschen. Ein vermeindliches Coca Cola-Werbeplakat erschien noch am gleichen Tag vor der Berliner Parteizentrale der AfD. 

Foto: AfDventskalender.de / AfDventskalender 

 

 

Das trojanische T-Shirt – EXIT Deutschland

Exit Deutschland hat bereits im Jahr 2011 auf kreative Art und Weise gegen Rechtsextremismus demonstriert. Sie schmuggelten damals T-Shirts mit rechtsextremistischen Schriftzügen an Verkaufsstände für Neonazis. Nach dem ersten Waschen verlieren diese aber an Farbe, an Stelle der extremistischen Schriftzüge erschien folgender Aufruf: "Was Dein T-Shirt kann, kannst Du auch!" Auf ironische Art und Weise machte Exit Deutschland Menschen mit rechtsextremen Gedankengut auf Ausstiegsmöglichkeiten aus der rechten Szene aufmerksam. 

 

 


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