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8. Juni 2018 UN-Welttag der Ozeane und Meere | 5 Fakten, warum wir unsere Meere schützen sollten

Jedes Jahr findet am 8. Juni der Welttag der Ozeane und Meere statt. Der Tag soll an die ökologische Bedeutung der Meere und an die Gefahren, denen die Ozeane durch Klimawandel, Überfischung und Umweltverschmutzung ausgesetzt sind. Auf Musik Bewegt unterstützt der Künstler Ingo Pohlmann die Arbeit von der internationalen Meeresschutzorganisation Sea Shepherd, die sich zum Ziel gesetzt hat den marinen Lebensraum zu erhalten

Das diesjährige Thema ist: "Plastikverschmutzung verhindern und Lösungen für einen gesunden Ozean fördern."

Wir möchten Euch fünf Fakten vorstellen, warum wir unseren Ozean besser schützen müssen.

Die Ozeane sind unverzichtbar für das Leben auf der Erde. Die Weltmeere liefern Nahrung für mehr als drei Milliarden Menschen, produzieren etwa die Hälfte des Sauerstoffs, den alle Lebewesen verbrauchen und stabilisieren das Klima. Der Atlantische, der Pazifische und der Arktische Ozean umspannen etwa zwei Drittel der Erdoberfläche und bilden zusammen ein einziges miteinander verbundenes Weltmeer.

 

Aus diesem Grund stellen wir Euch nachfolgend fünft Fakten vor:

 

1. DAS WASSER ALS KLIMAREGULATOR 

Foto: William Bossem 

 

'Unser blauer Planet' – die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, denn 70% der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Hätten wir kein Wasser, könnte kein Lebewesen auf diesem Planeten existieren.

Weltmeere haben aber auch noch einen viel größeren Einfluss, und zwar auf das Klima. Durch die Eigenschaft Sonnenenergie zu absorbieren und langsam wieder abzugeben, wird unsere Durchschnittstemperatur bzw. das Wetter stark beeinflusst. 

Die Weltmeere nehmen eine wichtige Rolle bei der Regulation des Wasserhaushalts ein. Das verdunstete Wasser bildet Wolken, die dann über dem Land Regen spenden.

 

2. DER OZEAN ALS BESCHÜTZER 

Foto: Kris Guico

 

Das Meer kann viele Gefahren bergen. Es nimmt aber auch eine essentielle Schutzfunktion ein:

Korallenriffe, Mangrovenwälder, Seegraswiesen und Tiefseeschwammgärten sehen nicht nur schön aus. Sie dienen auch als Küstenschutz vor Stürmen, Tsunamis und vor dem steigendem Meeresspiegel.

 

3. Die Meere als Nahrungsgrundlage

Foto: Lance Anderson

Die Meere versorgen Milliarden von Menschen mit Proteinen, für Hunderte von Millionen sind sie die wichtigste Nahrungs- und Einkommensquelle.

Viele Jahrhunderte lang glaubten wir, die Meere und die marinen Ressourcen seien unerschöpflich.

Doch immer größer ist unser Bedarf an Fisch geworden und immer größere, industrielle Fangflotten durchpflügen die Meere auf der Suche nach neuen Fanggründen.

Heute haben unser Appetit auf die Delikatessen der Meere und der Verbrauch von Fischmehl in der Viehzucht dazu geführt, dass 90 Prozent der weltweit kommerziell genutzten Fischbestände überfischt sind oder bis an ihre biologischen Grenzen befischt werden. Die Überfischung hat auch direkte Konsequenzen für viele Menschen. So drohen nicht nur höhere Fischpreise, sondern auch ein Engpass in der Nahrungsmittelversorgung – vor allem in den armen Küstenregionen Afrikas und Südamerikas. Dort hat die Überfischung vielerorts zu einer Verarmung der Küstenbevölkerung geführt. So wird auch der Anstieg der Piraterie in Afrika mit einer beruflichen Umorientierung arbeitslos gewordener Fischer in Verbindung gebracht.

Die Überfischung der Ozeane hat natürlich auch einen Einfluss auf das Ökosystem Meer, denn im Meer spielen Fische eine zentrale Rolle im Nahrungsnetz, nicht nur für andere Fischarten, sondern auch für Meeressäugetiere wie Robben und einige Wale. Die Fischerei entnimmt häufig bestimmte Arten in großen Mengen und verändert dadurch die natürliche Zusammensetzung und die Dynamik des Nahrungsnetzes.

 

4. Der Ozean als Lebensraum

Foto: Jeremy Bishop

Von den Lagunen bis in die Tiefsee: Die Ozeane bestehen aus einer Vielfalt unterschiedlichster Lebensräume. Doch die Lebensräume für die maritime Tierwelt sind bedroht.

Jedes Jahr gelangen rund neun Millionen Tonnen Kunststoffabfälle in die Ozeane. Rund 20% des Mülls stammt von Schiffen, der Rest gelangt vom Festland über Abwasserkanäle und Flüsse, durch Windverwehung oder Eintrag über die Strände ins Meer. 

Die Überbleibsel unserer Wegwerfgesellschaft kosten jedes Jahr bis zu 100.000 Meeressäuger und eine Million Meeresvögel das Leben. Die Tiere verhungern mit vollen Mägen, da Plastik den Verdauungsapparat verstopft, Wale und Delfine, aber auch Schildkröten, verfangen sich in alten Fischernetzen, ertrinken oder erleiden schwere Verletzungen bei Befreiungsversuchen. 

 

5. Das Meer als Heimat unserer Sauerstoffproduzenten

Foto: Jeremy Bishop

Unsere Erde unterliegt grundsätzlich einem sehr ausgeklügeltem System. Planktonorganismen gehören zu den ältesten Arten dieses Planeten. Sie betreiben, wie alle Pflanzen, Fotosynthese und erzeugen dadurch Sauerstoff, den wir zum atmen brauchen. 70 Prozent des Sauerstoffs in der Atmosphäre wird von diesen maritimen Algen hergestellt. Gleichzeitig verbrauchen sie Kohlendioxid und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Regulation der Atmosphäre. 

Wenn wir das Meer verschmutzen, können Lebewesen wie Plankton oft schwer überleben. Sterben sie ab, so entzieht deren Zersetzung dem Wasser Sauerstoff. 

 

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Unsere Erde ist einzigartig. Sie ist unser Zuhause und das vieler anderer Arten. Deshalb ist es wichtig, ein biologisches Gleichgewicht zu erhalten und Ressourcen nicht bis zur Erschöpfung auszunutzen.

  

Du möchtest Dich für den Meeresschutz stark machen?

Die Umweltorganisation Sea Shepherd setzt sich für den Schutz der Meere weltweit ein. 

Ihre Mission ist es, die Zerstörung von Lebensräumen in den Weltmeeren zu beenden, um Ökosysteme und Spezies nachhaltig zu schützen.

Wenn Du Dich gemeinsam mit dem Künstler Pohlmann für Sea Shepherd einsetzen willst, kannst Du das hier tun.

 

Quellen: globalcitizen.com  |  Wasistwas.de  | biorama.eu
 

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