© @hadi.ktaech95 via Twenty20

21. Februar 2018 "Uns fehlen die Worte" – ein dramatischer Appell zur Lage in Syrien

Angesichts von Hunderten Toten und hungernden Menschen im syrischen Ost-Ghouta veröffentlichte UNICEF eine fast leere Pressemitteilung, weil sie sich mit eigenen Worten nicht mehr zu helfen wissen.

Nach immer neuen Bombenangriffen auf das syrische Rebellengebiet in Ost-Ghuta und nach immer mehr toten Zivilisten und vergeblichen UN-Appellen für eine sofortige Feuerpause in Syrien, hat das UN-Kinderhilfswerk UNICEF jetzt auf seine Weise reagiert. 

In ihrer weitgehend leeren Pressemitteilung schreibt die Organisation: "Keine Worte werden den getöteten Kindern, ihren Müttern, ihren Vätern und ihren Angehörigen Gerechtigkeit widerfahren lassen", so der UNICEF-Regionaldirektor Geert Cappelaere zu Beginn der Erklärung. In einer Fußnote erklären dann die UNICEF-Helfer, sie hätten nicht länger die Worte, um das Leiden der Kinder und die Empörung der Helfer zu beschreiben. Am Ende der Erklärung fragen UN-Helfer: 

"Haben diejenigen, die dieses Leiden verursachen, noch Worte, um ihre babarischen Taten zu rechtfertigen."

 

Zeitgleich spricht das Welternährungsprogramm der UN von einem neuen Tiefpunkt der humanitären Situation in Syrien.

seit Monaten sind Rund 400.000 Menschen von Hilfskonvois in der letzten Rebellen-Hochburg Ost-Ghouta abgeschnitten und werden durch syrische Truppen belagert. 

 

Es wird von "mittelalterlichen Methoden" der syrischen Armee gesprochen, wie sie ganze Bevölkerungsteile auszuhungern versuchen.

(Quelle: Tagesschau und Inforadio | 20.02.2018)

Dein Browser ist möglicherweise zu alt. Einige wichtige Inhalte kannst Du deswegen nicht sehen.
Bitte versuch es stattdessen mit Google Chrome oder Firefox.