25. September 2019 Zuversicht für die Seenotrettung

Italien lässt wieder aus Seenot gerettete Menschen an Land. SOS MEDITERRANEE fordert die europäischen Staaten auf, endlich eine verbindliche Lösung zu finden. 

182 Menschen, darunter 6 kleine Kinder und eine schwangere Frau, konnten am Sonntag endlich von Bord der #OceanViking und in Messina, Italien, an Land gehen.
© Laurence Bondard

Italien lässt wieder aus Seenot gerettete Menschen an Land. Damit unterstreicht die italienische Regierung ihren Kurswechsel nach dem Abgang von Matteo Salvini. Bei einem Treffen von EU-Innenministern haben sich Deutschland, Frankreich, Italien und Malta auf eine Übergangslösung zur Verteilung von Bootsflüchtlingen geeinigt. Sonntagabend erhielten SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen, die gemeinsam das humanitäre Rettungsschiff Ocean Viking betreiben, die Anweisung, die 182 Geretteten an Bord der Ocean Viking in Italien an Land zu bringen. Eine verbindliche Regelung über die Verteilungsquote und die teilnehmenden EU-Länder soll bei einem EU-Innenministertreffen am 8. Oktober abschließend geklärt werden. "Es ist völlig inakzeptabel, dass die Geretteten Tage manchmal sogar Wochen auf See ausharren müssen, bevor sie an einem sicheren Ort an Land gehen können. Wir fordern von den Innenminister*innen eine europäische Lösung, die diese wiederholten Blockaden beendet und zwar jetzt", mahnt David Starke, Geschäftsführer von SOS MEDITERRANEE Deutschland. Die Ocean Viking ist zurzeit das einzige humanitäre Rettungsschiff im Mittelmeer.

 

Jeder Einsatztag der Ocean Viking kostet 14.000 EUR. Das kann nur mit der Hilfe von Vielen finanziert werden. Unterstütze hier mit uns, OK KID, Milky Chance, Die Höchste Eisenbahn, Audio88&Yassin, Chefket, Dota, den Donots und Herbert Grönemeyer die Teams von SOS MEDITERRANEE und Ärzte ohne Grenzen: 

SOS MEDITERRANEE - Gemeinsam gegen das Sterben im Mittelmeer!


Dein Browser ist möglicherweise zu alt. Einige wichtige Inhalte kannst Du deswegen nicht sehen.
Bitte versuch es stattdessen mit Google Chrome oder Firefox.